Aang, Katara, Zuko und Azula als Magic-Karten: Das Universes Beyond: Avatar — The Last Airbender Set kam am 18. November 2025 auf MTG Arena, drei Tage vor dem Tabletop-Release, und brachte die Welt von Bending und den vier Nationen auf dein Arena-Konto.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Release: Auf MTG Arena erschien Avatar: The Last Airbender am 18. November 2025, drei Tage vor dem Tabletop-Release am 21. November 2025
- Format: Reguläres Draft-/Set-Booster-Set (TLA) plus die begleitende Eternal-Kartenreihe (TLE) aus denselben Boostern. Eigenständige Themen-Precon-Decks gab es entgegen anders lautender Gerüchte nicht
- Legalität auf Arena: TLA-Hauptset-Karten sind Standard, Pioneer, Historic, Timeless, Alchemy und Standard Brawl/Brawl-legal. Die TLE-Eternal-Karten sind nur in Historic, Timeless und Brawl spielbar, nicht in Standard oder Pioneer
- Hauptmechanik: Bending-Fähigkeitswörter (Waterbend, Firebending, Earthbend, Airbend). Firebending erzeugt beim Angriff rotes Mana, ist also eine Ramp- und keine Schadensmechanik
- Populärste Karte: Fire Lord Azula führt laut EDHREC-Deckzahlen alle wiedergedruckten Kommandanten des Sets an, dicht gefolgt von Toph und dem 5-farbigen Flaggschiff Avatar Aang
Für Fans der Nickelodeon-Serie und der Netflix-Realverfilmung war es ein lang erhofftes Crossover. Für Arena-Spieler stellt sich die Frage: Wie gut spielen sich die Karten in Standard, Historic und Brawl, und für welche Wildcards lohnt sich der Einsatz?
Das Avatar-Universum in Magic
Avatar: The Last Airbender ist eine der beliebtesten Animationsserien der Welt. Die Nachfrage nach einem Magic-Crossover war in der Community schon lange spürbar, 2025 hat Wizards es realisiert.
Das Set erschien als reguläres Standard- und Pioneer-legales Expansion-Set mit Draft- und Set-Boostern, ähnlich wie das Final-Fantasy-Crossover. Eigene, namentlich benannte Commander-Precon-Decks gab es entgegen anders lautender Gerüchte nicht. Stattdessen brachte Wizards mit Avatar: The Last Airbender Eternal (TLE) eine begleitende Kartenreihe heraus, die in denselben Play- und Collector-Boostern steckt und gezielt auf Eternal-Formate zugeschnitten ist. Auf Arena bedeutet das: TLE-Karten sind in Historic, Timeless und Brawl spielbar, aber nicht in Standard, Pioneer oder Standard Brawl. Wer ein fertiges Startpaket will, kauft das Commander’s Bundle mit Play-Boostern, Vollbild-Basicländern und einem Collector Booster, das Brawl-Deck baust du dir daraus aber selbst zusammen.
Mechaniken des Sets
Bending-Fähigkeitswörter
Bending ist kein einzelnes Schlüsselwort, sondern vier verwandte Fähigkeitswörter, die untereinander synergieren:
- Firebending N — beim Angriff fügst du N-mal rotes Mana hinzu, das bis zum Ende des Kampfes hält. Reines Ramp, kein Schaden: Trotz des Namens verursacht Firebending selbst keine Schadenspunkte
- Waterbend N — beim Bezahlen darfst du zusätzlich eigene Kreaturen und Artefakte tappen, ähnlich wie bei Convoke. Typisch für reaktive, flexible Zaubersprüche
- Earthbend N — verwandelt ein eigenes Land dauerhaft in eine 0/0-Kreatur mit N +1/+1-Zählern. Baut dauerhafte Bedrohungen aus deiner Manabasis
- Airbend N — exiliert ein Nicht-Land-Permanent; der Besitzer darf es später für {2} zurückcasten. Tempo statt permanente Entfernung
Avatar Aang und die Elemente
Die eigentliche Signature-Mechanik des Sets steckt in einer einzigen Karte. Avatar Aang zieht eine Karte, sobald du in einem Zug waterbendest, earthbendest, firebendest oder airbendest, und transformiert sich in Aang, Master of Elements, sobald du alle vier Elemente in einem Zug kombiniert hast. Danach senkt er die Kosten deiner Zaubersprüche in allen fünf Farben und triggert jedes Aufrechterhaltungssegment einen Bonuszug aus Leben, Kartenziehen, Zählern und Schaden.
Lesson-Zaubersprüche
Die aus Strixhaven bekannten Lesson-Zaubersprüche tauchen im Set als eigenes Subtheme auf. Karten wie Uncle Iroh senken ihre Kosten, und Aang, the Last Airbender belohnt dich mit Lebenspunktgewinn, wenn du sie castest, eine thematische Anspielung auf Aangs Lernprozess als Avatar.
Die wichtigsten Karten
Avatar Aang // Aang, Master of Elements (Mythic Legendary Creature)
Die eigentliche Flaggschiff-Karte, keine reine Weiß-Karte: Avatar Aang kostet {R}{G}{W}{U}, fliegt, hat Firebending 2 und zieht eine Karte für jedes Bending-Fähigkeitswort, das du in einem Zug auslöst. Schaffst du in einem Zug waterbend, earthbend, firebend und airbend, transformiert er sich in Aang, Master of Elements: Zaubersprüche kosten dich {W}{U}{B}{R}{G} weniger, und jedes Upkeep darfst du ihn erneut auslösen für 4 Leben, 4 Karten, 4 Zähler und 4 Schaden an jeden Gegner. Auf Arena in Standard, Historic, Timeless, Alchemy und Brawl spielbar.
Aang, the Last Airbender (Uncommon)
Die günstige Alternative: Für {3}{W} fliegt er und exiliert beim Einsatz ein Nicht-Land-Permanent per Airbend, das der Besitzer später für {2} zurückcasten darf. Jeder gecastete Lesson-Zauberspruch gibt ihm zusätzlich Lifelink bis zum Ende des Zuges. Für Standard Brawl oder als günstiger Historic-Brawl-Commander die praktischere Wahl.
Zuko, Exiled Prince (Uncommon)
Eine einfarbig rote Kreatur mit Firebending 3 (drei rotes Mana beim Angriff) und der Fähigkeit, für {3} die oberste Karte der eigenen Bibliothek zu exilieren und noch im selben Zug zu spielen. Ein aggressiver Value-Commander für Rot-Feuer-Strategien in Standard Brawl oder Historic Brawl. Seine spätere Wandlung zum Feuerlord wird im Set durch die eigenständige Karte Fire Lord Zuko erzählt, nicht durch eine doppelseitige Karte.
Uncle Iroh (Uncommon)
Die Rot/Grün-Hybrid-Karte senkt die Kosten für Lesson-Zaubersprüche um {1} und liefert per Firebending 1 zusätzliches Mana im Kampf. Ein Support-Commander für Lesson- und Feuer-Strategien, auf Arena voll Standard-legal und dazu ein solider Historic-Brawl-Commander.
Toph, the First Metalbender (Rare)
Verwandelt eigene Nicht-Token-Artefakte zusätzlich in Länder und lässt am Ende jedes Zuges per Earthbend ein Land zur 0/0-Kreatur mit zwei +1/+1-Zählern werden. Eine der spielstärksten Commander des Sets, ihre Synergien liegen im Naya-Bereich (Rot/Grün/Weiß). Voll Arena-legal inklusive Standard Brawl.
Azula: mehrere Kommandantinnen statt einer
Anders als oft behauptet fehlt Azula keineswegs als eigenständige Kommandantin. Das Set bringt gleich vier legendäre Azula-Kreaturen: Azula, On the Hunt und Fire Lord Azula sind volle Standard-Karten, ebenso Azula, Cunning Usurper, dazu kommt die TLE-exklusive Azula, Ruthless Firebender für Historic Brawl. Auf EDHREC führt Fire Lord Azula die Deckzahlen unter allen wiedergedruckten Kommandanten des Sets an, noch vor Toph und Avatar Aang. Auch auf Arena zählt sie zu den meistgespielten Historic-Brawl-Commandern des Sets. Alle vier Versionen nutzen Firebending als Ramp und belohnen aggressive, feuerlastige Strategien.
The Blue Spirit (Rare)
Zeichnet Zukos maskierten Alter Ego nach, eine stealthy Kreatur mit Schutz- und Tempo-Fähigkeiten. Nur in Historic, Timeless und Brawl legal, nicht in Standard oder Pioneer.
Dein Brawl-Deck: Wildcards statt Precon-Kauf
Weil es keine fertigen Themen-Decks gibt, baust du dein Brawl-Deck aus dem TLA/TLE-Kartenpool selbst zusammen, entweder aus eigenen Boosteröffnungen oder gezielt per Wildcard. Für Standard Brawl (60 Karten, nur Standard-legale Karten) lohnen sich Mythic-Wildcards zuerst für Avatar Aang oder Fire Lord Azula, weil beide eine ganze Strategie tragen. Für Historic Brawl (100 Karten, größerer Kartenpool inklusive TLE) kommen zusätzlich Katara, Waterbending Master, The Blue Spirit und Azula, Ruthless Firebender infrage, allesamt auf Arena spielbar, aber nicht Standard-legal. Wie viele Rare- und Mythic-Wildcards du für ein komplettes Deck realistisch brauchst, erklärt der MTG Arena Wildcards Guide.
Fan-Reaktion und Kritik
Positiv:
- Artwork trifft die Ästhetik der Serie gut
- Die Elemente-Mechanik von Avatar Aang ist thematisch passend
- Breite Abdeckung der Hauptcharaktere
Kritisch:
- Kein dediziertes Precon-Deck pro Nation, wie es viele Fans vor dem Release erwartet hatten, stattdessen ein offener Kartenpool zum Selberbauen
- Sokka und Suki sind schwächer repräsentiert als die Bending-Charaktere
- Manche Bending-Mechaniken wirkten wie erzwungene Regel-Überlappung mit bestehenden Keywords
Meine Einschätzung: Das Set ist Fan-Service, der gut umgesetzt wurde. Spielstärketechnisch ist es kein revolutionäres Powerlevel, aber es macht Spaß und ist thematisch kohärent.
Lohnt sich das Set auf Arena?
Als Fan der Serie: Ja, besonders wegen der Alternativ-Art-Karten im Animationsstil, die auf Arena auch als eigene Kartenstile im Store verfügbar sind.
Als Brawl-Spieler: Hängt vom Deck ab. Magst du elementare Bending-Synergien, ist der TLA/TLE-Kartenpool ein guter Startpunkt für ein 1-gegen-1-Brawl-Deck, nicht für klassisches Multiplayer-Commander, das es auf Arena ohnehin nicht gibt. Was Brawl von Commander unterscheidet, erklärt der MTG Brawl erklärt Ratgeber, konkrete Deckideen findest du im Historic-Brawl-Decks-Guide.
Als Wildcard-Optimierer: Setz Mythic-Wildcards zuerst auf Avatar Aang und Fire Lord Azula, weil beide eigene Strategien tragen und sowohl in Standard Brawl als auch in Historic Brawl spielbar sind. Für Timeless- oder Historic-Brawl-exklusive Karten wie Katara oder The Blue Spirit lohnt sich der Einsatz erst, wenn dein Deck bereits steht.
Update: Seit dem Release sind bereits mehrere weitere Universes-Beyond-Crossover-Sets auf Arena erschienen, etwa Teenage Mutant Ninja Turtles (3. März 2026) und Marvel Super Heroes (23. Juni 2026). Wer den Avatar-Hype verpasst hat, findet dort ähnliche Crossover-Mechaniken in neuem Gewand, einen Überblick gibt der MTG Universes Beyond Ratgeber.
Mehr zu anderen Crossover-Sets findest du im MTG Final Fantasy Ratgeber und im MTG Universes Beyond Überblick. Den vollständigen Überblick über alle Sets 2026 bietet der MTG Sets 2026 Ratgeber. Wie Standard und Rotation auf Arena funktionieren, erklärt der MTG Standard Ratgeber.